Goodbye forever…

Oktober 14, 2008

Ich weiß, nach einem Jahr Abstinenz ist dieser Wieder-Einstiegs-Beitrag in die Welt des Bloggens nicht unbedingt der Schönste. Und er bietet sich auch nicht für “Hey, cool mal wieder was von dir zu lesen”-Kommentare an. Dennoch ist er nötig, denn seit sehr langer Zeit ist er der erste, der mir nahe geht und den ich als wirklich wichtig empfinde.

Gestern auf der Arbeit erfuhr ich von einer Kollegin, dass zwei gute Bekannte von uns (”uns” ist das Hein Gericke-Team aus Braunschweig) am letzten Samstag, den 11.10.2008, in Clausthal-Zellerfeld auf dem Motorrad tödlich verunglückt sind.

Beide starben unschuldig und als Opfer eines unaufmerksamen Autofahrers, der die von vorne(!) auf ihn zukommende Kawasaki ZX10R beim Linksabbiegen übersehen hat. Die Goslarsche Zeitung schreibt dazu Folgendes:

CLAUSTHAL-ZELLERFELD. Ein schwerer Verkehrsunfall mit tragischem Ausgang überschattete am Samstag den regen Ausflugsverkehr im Oberharz. In Zellerfeld starben dabei ein Motorradfahrer und seine Sozia.
Der tödliche Unfall ereignete sich gegen 16.40 Uhr auf der Schulenberger Landstraße, kurz hinter der Aral-Tankstelle.
Nach Angaben des Polizeikommissariats Oberharz hatte ein 49 Jahre alter Mann aus Hardegsen mit seinem VW Golf die Straße in Richtung Schulenberg befahren und nach links in den Sonnenweg einbiegen wollen. Dabei übersah er ein entgegenkommendes Motorrad. Dessen 35-jährigen Fahrer aus Bad Gandersheim konnte nicht mehr ausweichen und prallte mit seiner Kawasaki seitlich auf das Auto. Der Motorradfahrer war auf der Stelle tot.
Die Besatzungen von Rettungsfahrzeugen und des Rettungshubschrauber aus Göttingen kämpften um das Leben der Sozia, die kurz vor dem Abtransport einen Herzstillstand erlitt. Doch auch sie erlag ihren schweren Verletzungen. Da sie keinerlei Papiere bei sich hatte, konnte ihre Identität bis zum Sonntag nicht festgestellt werden.
Der Autofahrer und seine Beifahrerin erlitten einen Schock. Nach bisherigen Ermittlungen und ersten gutachterlichen Aussagen geht die Polizei nicht von einer überhöhten Geschwindigkeit des Motorrads aus.
Für Fassungslosigkeit am Rande sorgte das Verhalten von Schau- und Sensationslustigen. „Die Rettungskräfte und Polizeibeamten wurden bei der Ausübung ihrer Tätigkeiten massiv behindert“, heißt es im Polizeibericht. „Anordnungen wurden nicht befolgt und Absperrungen missachtet.“

Rada, die besagte Sozia, hinterlässt zu allem Überfluss eine elfjährige Tochter. Bei dieser sind im Moment alle unsere Gedanken, denn sie wird es von allen am allerschwersten haben.

Die eigentliche Perversion an der Geschichte ist ja, dass es so viele Idioten gibt, die es nur darauf anlegen zu Tode zu kommen. Und dann erwischt es die beiden. Mit 50km/h. Im Stadtverkehr. Das ist einfach unfair.

Es gibt keine Worte, die eine derartige Situation ausreichend beschreiben. Und es gibt keine, in denen man wirklich Trost finden kann. Wir alle schwanken noch zwischen Trauer, Wut, Fassungslosigkeit und – was am schlimmsten ist – Hilflosigkeit.

Rada und Christian, wir werden euch nicht vergessen. Für uns werdet ihr ewig leben!

Stellvertretend für das gesamte Hein Gericke-Team aus Braunschweig und unsere Angehörigen,
Christoph


Hallooo?!

März 25, 2008

Die Perversendichte hier nimmt langsam dramatische Züge an, bin Schrotflinte kaufen! Traurig sowas…

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Sorry, Kids!

März 23, 2008

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Ostern fällt dieses Jahr aus gegebenem Anlass leider aus. Kann man nichts machen.


Geht doch!

März 16, 2008

“Partnerbeitrag” zu dem hier – Umbau ist fertig und alles passt, nichts wackelt, alles ist so wie’s soll! (Abgesehen vom Wetter, dass leider keine anständige Probefahrt zugelassen hat…)

Na wie auch immer – und auch wenn fast keiner erkennt was gemacht ist – so sieht die Kleine jetzt aus:

Bandit

“Das befriedigt meine Triebe – Geschwisterliebe, Geschwisterliebe…”

März 13, 2008

Haben wir es nicht alle gehört? Heute hat das Bundesverfassungsgericht die Klage eines vierfachen Familienvaters abgelehnt. Dieser sah das sogenannte “Inzestgesetz” als nicht verfassungskonform an, als eine Beschneidung seiner persönlichen Freiheitsrechte.

Um mal eine gemeinsame Basis zu haben; das hier ist der Paragraph 173 StGB:

(1) Wer mit einem leiblichen Abkömmling den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Wer mit einem leiblichen Verwandten aufsteigender Linie den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft; dies gilt auch dann, wenn das Verwandtschaftsverhältnis erloschen ist. Ebenso werden leibliche Geschwister bestraft, die miteinander den Beischlaf vollziehen.

(3) Abkömmlinge und Geschwister werden nicht nach dieser Vorschrift bestraft, wenn sie zur Zeit der Tat noch nicht achtzehn Jahre alt waren.

Gut, jetzt teile ich mit euch mal ein paar meiner Gedanken und Ideen über diesen Paragraphen, seine Folgen und die Argumentation der Karlsruher Richter. Bevor ich das mache und um nicht den ganzen Beitrag mit Distanzierungen zu versauen, eine Klarstellung:

Ich bin Einzelkind. Ich habe eine (echt nicht unattraktive) Stiefschwester und kann mir – obwohl ich sie erst mit 11 “bekommen” habe – beim besten Willen nicht vorstellen Sex mit ihr zu haben. Niemals.

So viel also dazu. Anhand dieser Einleitung erkennt der geneigte Leser vielleicht, dass das hier kein Beitrag nach dem Motto “Sperrt den bloß weg, den Perversling!” wird, sondern eine eher kritische Betrachtung des Urteils. Richtig geraten.

Fangen wir mal mit den Argumenten der Richter an. Diese waren unter anderem, dass die “lebenswichtige Funktion der Familie für die menschliche Gemeinschaft” in Gefahr wäre, wenn diese “durch inzestuöse Beziehungen ins Wanken gerät”.

Aha. Das lassen wir uns doch mal auf der Zunge zergehen: Die Funktion einer Familie ist eingeschränkt, wenn ein Teil der Familie schon eine Familie ist bevor der andere Teil der Familie zur Welt kommt. Warum genau das so ist? Weiß ich auch nicht. Vielleicht hat ja noch jemand ein schlaues Argument, aber ich verstehe es nicht. Diese Gesellschaft ist voll mit Kindern, die in kaputten Familien aufwachsen, Alkoholismus, Armut und häusliche Gewalt als Alltag ansehen und schon von Anfang an vermittelt bekommen, dass sie es nie aus ihren Ghettos und ihrem Milleu herausschaffen werden – und da besteht eine Gefahr, dass durch Inzest die heile Familienlandschaft dieses Landes zerstört wird? Lächerlich.

Naja gut, da war ja noch was: Die Erbkrankheiten. Zweifelsfrei ein gutes und auch logisches Argument! Die Gefahr, als “Inzuchtprodukt” von Erbkrankheiten befallen zu werden ist höher als bei nicht-verwandten Elternpaaren. Das macht Sinn, da ja jeder Elternteil eines der betreffenden Gene in sich tragen kann. Damit ist die Gefahr, dass durch den Genpool des Nachkömmlings das entsprechende Merkmal zur Ausprägung kommt ziemlich genau doppelt so groß. (Wenn ich in Bio richtig aufgepasst habe) Eltern die Inzest betreiben, gefährden ihre Kinder also nicht nur in ihrer seelischen sondern auch in ihrer körperlichen Entwicklung. Darum kann man Papa auch locker für zwei Jahre in den Knast stecken, denn der hat ja wissentlich die Gesundheit seiner Nachkömmlinge gefährdet.

Okay. Ich stimme bis zu einem gewissen Punkt zu: Es ist unverantwortlich derart mit dem Leben seiner Kinder zu spielen! Geht gar nicht!

Jetzt zum “Aber”: Hörte ich nicht noch vor ein paar Wochen, dass die Mutter einer gewissen deutschen Sängerin mit 50 noch ein mal schwanger geworden ist und Zwillinge erwartet? Da war doch was? Ja, sieh an, Sarah Connors Mutter, sechster Monat.

So, folgen wir der “Krankheiten-Argumentation” und betrachten dann mal die Statistiken für “Down-Syndrom bei über vierzigjährigen Müttern” (Über 50% höher als bei jüngeren Müttern, vgl. Neuhäuser/Steinhausen 1999) können wir ja nur zu einem Schluss kommen: Ab in den Knast mit der Alten!

Beruhigend: Die an Trisomie 21 erkrankten Connor-Enkel wachsen – Inzestfreiheit sei Dank – zumindest in heilen Verhältnissen auf. Das ist doch viel Wert. Und ihre 28 Jahre ältere Nichte kann sich dann auch rührend um ihre kleinen Onkel oder Tanten kümmern. Heile Familienverhältnisse halt.

Denn natürlich kann niemand Einer 50jährigen das Schwangerwerden verbieten. Natürlich wäre dies ein eingriff in ihre sexuellen und persönlichen Freiheitsrechte. Natürlich muss der Staat in einer Demokratie seinen Bürgern auch derart schwerwiegende Entscheidungen selbst fallen lassen. Natürlich.

Doch warum endet diese Denkweise ausgerechnet beim Inzest derart abrupt? Sollte man sich nicht langsam mal fragen, ob hier wirklich “zum Schutz der Familie” gehandelt wurde? Oder sind es viel mehr de facto unbegründete, eingestaubte aber dafür auf breiter Front vertretende Moralvorstellungen, die die ach-so-subjektiven Richter bis auf eine Ausnahme dieses Urteil fallen ließen? (Besser als “unbegründet”: Nicht weniger gut begründet als Zwangsstelerisationen für alle Frauen über 40)

Kann es sein, das heute in einem der doch eigentlich menschenrechtlich am weitesten entwickelten Ländern der Welt die Untergrabung der menschlichen Grundrechte bestätigt und abgesegnet wurde?

Ich habe fast den Eindruck. Denn wenn ich mir das Gesetz da oben so angucke, dann sehe ich eine “INZESTverbot”, kein “INZUCHTverbot”.

Wo ist da der Sinn? Mal subjektiv betrachtet, komme mir hier bloß keiner mit “Das ist schließlich pervers!” – klar, das ist es, aber hallo. Mein Gegenargument? Schlicht und einfach: Na und?

Ich kann mir doch auch hinter verschlossenen Türen von einer stark beharten, 150 Kilo schweren 70jährigen auf’s Gesicht kacken lassen ohne dafür bestraft zu werden – oder nicht? Macht es dann wirklich Sinn, Menschen zu verbieten miteinander zu schlafen “nur” weil sie Geschwister sind? Ihnen – wie im zweiten Absatz – explizit den Beischlaf, nicht das Kinderkriegen, zu verbieten ist in meinen Augen ein ganz klarer Verstoß gegen die Freiheitsrechte eines Bürgers.

Aber na gut, ich bin gespannt wie es weitergeht. Wenn eines der – soweit ich weiß – gesunden Kinder des Geschwister- und Elternpaares irgendwann fragt wo sein Vater sei und die Antwort lautet “Der ist im Gefängnis weil du sein Kind bist”, dann haben die Karlsruher Richter bestimmt einen großen Schritt in die richtige Richtung getan um dieses Kind in seiner gesunden, seelischen und moralischen Entwicklung unsagbar zu stärken.

(Wer mich jetzt für einen perversen Inzest-Fanatiker hält ist zwar a) eh ein Trottel darf aber b) gern noch ein mal die Einleitung lesen. Danke.)


Sorry Baby…

März 13, 2008

…aber vor Umbauen kommt Abbauen… ;)

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Ebay ist als Banditfahrer ein Traum, Teile gibt es ohne Ende – wenn die denn mal hier ankommen. Hätte mir der osteuropäische Name der Firma und das Bestehen auf Vorkasse komisch vorkommen müssen? Nein? Na dann ist ja gut!
Hoffentlich klingelt bald der DHL-Mann, dann kann ich auch endlich vom destruktiven zum konstruktiven Teil der Umbauaktion übergehen – und dann sieht die Karre auch nach was aus! Bilder kommen dann! :)

Erst wollte sie nicht, verschluckte sich, hustete und spuckte, kam nicht auf Touren…

März 3, 2008

…doch dann sprang die Bandit doch an und ließ sich nach der Winterpause brav zur Inspektion fahren… ;)


Der Beitrag, der erklärt warum hier so lange nichts Neues kam:

März 3, 2008

Ja, genau diesen Beitrag wird es jetzt nicht geben. Hängt maßgeblich mit der Tatsache zusammen, dass es keine Erklärung gibt – es gibt halt “ich will bloggen”-Fasen und es gibt den Winter 07/08 – der war eindeutig keine!

Aber zum Glück ist das ja ein Hobby und nicht das, was meinen Lebensunterhalt sichert! Da ich allerdings doch weit mehr Nachrichten mit dem sinngemäßen Inhalt “SCHREIB MAL WIEDER WAS, DU ARSCH!” bekommen habe, starte ich mal wieder eine Zusammenfassung der letzten zwei Monate!

Also chronologisch: Ich habe alle Klausuren, die Semesterferien und den ersten Tag des neuen Semesters hinter mir. Bestanden ist alles, aber leider nichts so gut wie ich gehofft und erwartet hatte – irgendjemand muss den Anspruch einer FH dann doch unterschätzt haben…

Am ersten Februar, nach zwei weiteren Seminartagen (über die ich mich mal nicht weiter äußere) bin ich im Übrigen sagenhafte 22 geworden! Haben dieses kulturelle Großereignis in meiner Wohnung gefeiert – alles sehr schön und zu meiner Überraschung ohne Zerstörung und Kotzorgien – dafür aber mit einem Fußboden, der mit all meinen Möbeln eine innige Klebeverbindung einging – aber was soll’s!

Erkenntnisse sind auch wieder gereift:
Erkenntnis eins: Wenn man aus Platzgründen die Tische rauswirft, stellen die Leute ihre Getränke auf den Boden.

Erkenntnis zwei: Getränke, die auf dem Boden stehen, stehen für gewöhnlich nicht lange!

Erkenntnis drei: Aus Frust über das (scheinbar) leere Bier durch die Gegend getretene Bierdosen bessern den Zustand des Fußbodens nicht gerade.

Erkenntnis vier: Ein Sauf-, Knutsch- und Ausziehspiel bei einer günstigen Frauenquote zu starten ist eine sehr, sehr gute Idee!

Erkenntnis fünf: NICHT zu bescheißen und selbiges Spiel dann zu verlieren ist eine sehr, sehr schlechte Idee…

Dennoch: Es war eine coole Party! Fotos gibt’s übrigens bei Flickr!

Unmittelbar nach meinem Geburtstag endete dann auch der entspannte Teil des Februars! (Das der Geburtstag am ersten war bitte im Hinterkopf behalten!)
Für mich ging’s nämlich danach ab in den Südwesten, genauer gesagt nach Melle bei Osnabrück. Dort hat mein Großonkel eine Maschinenbaufabrik (diese hier) in der ich die nächsten vier Wochen als Aushilfsarbeiter verbracht habe!

Konkret heißt das: Um fünf aufstehen, hinfahren, bohren, bohren, bohren, bohren… Dann waren die ersten dreieinhalb Wochen um und es gab doch noch was Interessantes zu tun, der Antriebsbau machte doch deutlich mehr her!

Alles in allem muss ich aber sagen: Ich geh’ immer wieder gern hin! Für gewöhnlich lande ich zwar in der E-Abteilung (alles total coole Hunde, nur falls ihr das tatsächlich lesen solltet) und nicht bei den Schlossern an der Bohrmaschine, aber was soll’s: Auch dafür gibt’s Geld, und nur darum ging es ja!

Viel mehr ist dann auch nicht passiert in meinen ach-so-spannenden Ferien! Ab heute geht es mit dem Studium weiter, mal sehen was das so bringt! Und wenn das nächste mal was lustigen oder spannendes passiert, schreib ich auch wieder. Vielleicht. Mal sehen. Mittwoch nächste Woche ist Culcha Candela in der Stadt, das wäre doch mal einen Beitrag wert!


Kann die staatlich angestellte Puffhausfrau mir mal zwei Menschenfleischdöner für höchstens 2€ vorbeibringen?

Januar 27, 2008

Via Kaufi. Würd’ ich bloß in Hessen leben, ich hätte den gewählt! Aber nein, ich hocke hier in Niedersachsen und kann mich über den Einzug der SED, pardon, der “Linkspartei” in den Landtag ärgern. Aber das wäre ja in Hessen auch nicht anders….


Über Wolfsburg, Rehe und den TÜV

Januar 17, 2008

CeeDee (15:11):
wolfsburg ist n VW-Werk mit ein bisschen drum rum
aber nichts schönes
CeeDee ‎(15:11):
wenngleich eine stadt für mich, denn ich hab noch nie gesehen das man irgendwo 100 innerorts fahren darf, da gehts stellenweise! (”geht” im sinne von “ist erlaubt”)
Michi ‎(15:12):
bei unbewohnten Innenorten ist das wohl nicht so wichtig Den Rest des Beitrags lesen »