Der ganz normale Wahnsinn eines Studentenlebens auch gestern: Um neun zu Larissa gelatscht, zusammen mit Jonny, Nico und ihr den guten Tankstellen-Wodka geholt, und ab dafür.
Dazu muss man sagen, dass Larissa die „perfekte“ Wohnlage in Braunschweig gefunden hat: Von ihrem Balkon aus blickt man direkt in die „Bruchstraße“, quasi die „Amüsiermeile“ von Braunschweig. (Vergleiche zur Reeperbahn verbieten sich, die ganze Bruchstraße ist keine 700m lang…)
Auf jeden Fall konnte man sich mit einer halben Flasche sauren Apfel im Kopf ganz gut auf den Balkon setzen und das muntere Treiben beobachten – leider weigerte sich mein Handy auf die Entfernung im Dunkeln scharfe Bilder zu schießen, sonst hätte ich auch das gerne dokumentiert…
Nachdem uns auch das zu langweilig wurde, beschlossen wir selbst ins Geschehen einzugreifen. Also klemmten wir drei Kerle uns Larissa unter den Arm und líefen selbst mal eine Runde durch die Puffsiedlung.
Dabei muss man Wissen, dass Frauen (also nicht-käufliche) dort nicht unbedingt willkommen sind! Die „Professionellen“ sitzen alle mehr oder weniger bekleidet hinter Glaskästen und trommeln dann wie wild an ihre…wie soll man sagen…“Käfige“. Gerüchte über Studentinnen, die bei einem Gang durch diese Straße mit Kaffee übergossen wurden, halten sich hartnäckig.
Jonny fühlte sich beim Anblick der -nicht immer so richtig attraktiven- Prostituierten an Schorsch, den Gorilla aus dem Nürnberger Zoo erinnert. Dieser würde -laut Jonny’s Aussage- auch hinter einer Glasscheibe sitzen, und wenn man in nur lange genug ansieht fange er an in der Nase zu bohren und seine Popel gegen die Scheibe zu schnippsen… (Ich freu’ mich schon auf die ersten Leute die nach Schorsch googeln und das hier finden…)
Auf den Schock brauchte nun auch Larissa erstmal das nächste Bier, so zogen wir weiter zur „1-Euro-Bar“. Doch halt. Bevor wir dort ankamen, gab es das nächste Erlebniss der übernatürlichen Art! Es erschien uns ein ca 1,90 Meter großer, rosa Hase. (Nein, wir haben keine Drogen genommen, es gibt Beweise!)


Das Karnickel erklärte uns, es müsse morgen heiraten und wäre dafür zwingend auf das Größenschild von Larissas BH angewiesen. War mir relativ Banane, Larissa gab ihr Schild auch gerne her. Nach langem Überlegen sehe ich mal davon ab, die Größe im Netz zu veröffentlichen!
Kurz darauf haben Jonny und ich beschlossen, das wir bis zum Vordiplom einmal in so einem Hasenkostüm ins Joker gehen werden! Wir machen uns dann kleine Namensschilder und gehen als „Stinky und Pain“, wobei der Franke „Stinky“ wird…
Zwei bis drei Bier später (die in der ein-Euro-Bar komischerweise 1,50€ kosten) zogen wir weiter, in der Hoffnung noch eine WG-Party zum Gratissaufen zu finden…


Jonny und ich versuchten dann uns möglichst weit fortzubewegen, ohne den Gehweg oder die Straße zu berühren. Ein Baugerüst kam uns gerade recht, aus irgendeinem Grund haben wir überlebt.
Nachdem wir feststellen mussten, dass die Lichter im nächsten Studentenwohnheim nicht mehr brannten (es war halb vier, die waren entweder schon fertig oder die Polizei war einmal zu oft da…) gaben wir uns der nächsten sportlichen Herrausforderung hin:
Dem Versuch sämtliche Springbrunnen in Braunschweig zu erklimmen und uns dabei fotografieren zu lassen. Kennt ihr Braunschweig? Hier gibt es verdammt viele Springbrunnen! Und in manchen – man mag es kaum glauben – befindet sich gemeinerweise auch noch Wasser!
Daher stellten wir auch dieses Unterfangen ziemlich bald wieder ein… So führte unser Weg uns in die „Döneria“ (die machen die besten Döner in ganz Braunschweig, Schleichwerbung die Dritte…)
Jetzt kommt auch endlich die Überleitung zum Titel dieses Beitrags. Denn der Dönermann unseres Vertrauens setzte Nicos und meiner „Klar kannst du den scharf machen wir sind ja keine Mädchen“-Großkotzigkeit ein jähes Ende, als er uns spaßeshalber eine „richtige Männer-Pepperoni“ vorsetzte. Glücklicherweise war ich nicht so doof wie Nico und habe bloß die halbe gegessen! Ich hatte selten in einem derart betäubten Zustand solche Schmerzen…

