Von Normschrift und Strich-Zweipunkt-Linien…

Heute gab es in der Uni endlich mal was Praktisches zu tun! (Wir zählen das Papierfliegerfalten und-werfen mal nicht mit…) Die erste CAD-Übung stand auf dem Plan!

CAD soll – soweit ich informiert wurde – „computer aided design“ heißen. In unserem Fall stimmt das auch alles, abgesehen von „computer“ und „aided“… Denn der Kurs B4 der Fakultät Maschinenbau musste heute, mit Bleistift, Lineal und Zirkel bewaffnet, eine „dimetrische Darstellung“ des „Führungsteils E335″ in eine technische Normzeichnung übertragen.

Klingt nicht so spannend? Geht aber! So pervers es sich anhört, aber nach 1 1/2 Stunden BWL bei Reza „Darth Vader“ Ashgari war das der Hit! Obwohl ich zugeben muss, dass ich an Zeichnen sowieso Spaß habe, vielleicht lag es auch daran…

Jetzt heißt es nur aufpassen – denn alles rund ums Konstruieren ist so mit Regeln und Normen überfrachtet, dass man eigentlich irgendwo Fehler machen muss! (Wehe es schneiden sich zwei punktgestrichelte Symmetrielinien in einem Punkt, statt in einer Linie. Eine Katastrophe sondergleichen, wenn man unseren Prof fragt…)

Da könnte man es ja gleich wagen, die 3,5mm-Normschrift „Schriftform B“ nach DIN EN ISO3098 mit einer Linienbreite von weniger als 0,35mm zu schreiben – wer sollte das dann noch lesen können?

Darüberhinaus ist auch genormt, wie technische Zeichnungen gefaltet werden müssen – kein Scherz, aber es gibt strikte Anleitungen wie ein DIN A2-Blatt auf DIN A4 gefaltet zu werden hat! Manchmal ist das mehr Origami als Maschinenbau…

Naja, was solls. Unterm Strich machen all diese Regeln mit Sicherheit Sinn. Es ist nur nicht so einfach sich alle einzuprägen! Vermutlich muss man aber letztenendes eh nur wissen wo was steht….

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