…Zumindest ist das bis hier hin mein Plan, denn vom schlechten Gewissen (und Matze) geplagt und bekniet habe ich dann doch einfach mal wieder diesen “Schreiben-Button” angeklickt und erwarte jetzt spontane Intuition für eine weltbewegende, lustige, kreative und dennoch dramatische Geschichte.
Vermutlich wird das nichts und ich kann lange warten… Bleibt mir also nur der obligatorische Statusbericht über die Geschehnisse der letzten Tage und Wochen! Von der quasi katastrophalen Jahresabrechnung meiner geliebten Stadtwerke habe ich ja berichtet, seit dem läuft hier alles auf Sparflamme. Essen, Trinken, Feiern, von Gas mal ganz zu schweigen. Zu schade, dass dieser erhöhte Sparwillen mich ausgerechnet dann erwischen muss, wenn keine 100km weiter ganze Orte eingeschneit werden und selbst Huskys von ihren besorgten Besitzern in Schneeanzüge gestopft werden von denen ich in meiner Kindheit nicht zu träumen wagte.
Und siehe da: So “angenehm” warm eine Dachgeschosswohnung im Sommer wird (Btw: MEIN GOTT, hab’ ich ein Glück das ich mir doch nicht diese Klimaanlage “Energieeffizienzklasse D” gekauft habe, das hätte die BS-Energy Rechnung vermutlich vierstellig gemacht!), so sehr kühlt sie im Winter aus. Da die von mir gemietete Garage vermutlich nachts wärmer als die Wohnung ist, ziehe ich einen auf wenige Monate befristeten Umzug durchaus in Betracht. Aber ich will nicht heulen. Das mache ich erst, wenn ich mir am Windzug aus dem Kühlschrank die Hände wärmen kann. Schätzungsweise also in drei Wochen.
Erschwerend hinzu kommt natürlich, dass die Verdienstmöglichkeiten in einem doch etwas saisongebundenen Geschäft wie einem Motorrad-Zubehörladen meine finanzielle Situation nicht direkt bessern. Ein zweiter 400€-Job war in Planung, doch die von mir mal in Betracht gezogene Arbeit bei einer Sicherheitsfirma warf doch mehr Zweifel als alles Andere auf. Nun baue ich mal darauf, dass ich im Januar und Februar bei meinem Großonkel schuften kann, da VW Bandarbeiter ja leider nur im August nimmt. Jetzt ist aber erst mal Weihnachten dran, dann im Februar Geburtstag. Das könnte ja reichen um für ein Bisschen Entspannung zu sorgen!
Bis dahin sind meine Aufgabengebiete bei der Arbeit zumindest erweitert, denn nun scheuche ich ab und an den “Pudel des Todes” (Die Kleine von meiner Chefin) um einen See hier in Braunschweig. Ist soweit ganz chillig, allerdings hat der Spaß immer dann ein Ende, wenn man zum dritten Mal von einer verschlammt-dreckigen Dogge mit grob geschätzt 2,60m Schulterhöhe, die sich zuvor genüsslich in einem toten, matschigen Fisch geaalt hat, angesprungen wird. Wenn ich noch ein Mal “Der will doch nur Spielen!” höre, dann klatscht das! “Spielen”, großartig. Ich hab’ ja auch keine Angst, ich will nur nicht zur Arbeit zurückkommen und aussehen und riechen, als wär ich betrunken auf einem Einrad über den Hamburger Fischmarkt gefahren. ODER IST DAS ETWA ZU VIEL VERLANGT?!
Nun ja, was solls. Geld ist Geld! Kommen wir zum Studium! (”zur Uni” muss ich mir ja abgewöhnen) Die FH hält nach wie vor in fast allen Belangen, was ich mir von ihr versprochen habe, das ist zumindest mal eine erfreuliche Nachricht! Heute endeten die Vorlesung in Informatik, offensichtlich war man nicht mal an der FH in der Lage das Bisschen Stoff über einen weiteren Zeitraum zu strecken - aber ich will ja nicht klagen, das könnte meinetwegen immer so laufen! Morgen steht also (so Gerücht 1) die Bekanntgabe der Noten unseres Projektes an, die dann auch unsere Gesamtnote darstellt, oder (Gerücht 2) die erste Aufgabe wird bewertet und eine zweite gegeben, die bis zum Semesterende fertig sein muss. Da beide Gerüchte von der zuständigen Assistentin selbst in Umlauf gebracht wurden, wird sich das wohl erst morgen (wenn überhaupt) klären. (Jaaa, das meinte ich mit “erfüllt in FAST allen Belangen die Erwartungen”)
Das Ende der Geschichte wäre, dass ich Dienstags und Mittwochs nur jeweils einen Block (also 08:00h bis 09:30) hätte. Alternativ Dienstags auch frei und Mittwochs zwei Blöcke. Oder Dienstags einen Block, Mittwoch wegen der vorläufigen Ignorierbarkeit des Faches “Wirtschaftsenglisch” frei und damit die Freigabe für die “Nice-Price-Partys” dienstags im Joker, die für Erstsemester auch noch umsonst sind. Hm. Das erfordert intensive Rücksprachen mit Gewissen und Konto. Das Ergebnis der Überlegung wird dann wegen der hohen Verwandtschaftsdichte hier auf dem Blog sicher nicht veröffentlicht…
A pro pos Verwandtschaft: (Überleitung wie gemalt, oder..?) Am Samstag werde ich meinem “Schwesterchen” beim Umzug helfen, also diverse Waschmaschinen und Möbel in einen Sprinter wuchten und das alles dann mit meinem Vater zusammen nach Norderstedt befördern! (Eigentlich interessiert das auch keinen, aber die Überleitung, Leute, die Überleitung wollte genutzt werden!)
So, das reicht dann auch erst, ich kann mit Handschuhen nicht tippen und ohne ist es hier so verdammt kalt! 